Der Alfa Romeo Spider und seine Generationen

Der erste Spider war ein Filmstar - Foto von: © anna pozzi - Fotolia.com

Der erste Spider war ein Filmstar - Foto von: © anna pozzi - Fotolia.com

Der legendäre Alfa Romeo Spider bot in 27 Jahren (1966 – 1993) alles, was Männer glücklich machte. Die über 100 000 verkauften Fahrzeugen können sich auch noch heute sehen lassen. Vier Generationen des Sportflitzer sollen hier nun verglichen werden.

Die erste Generation: Der Duetto wird Filmstar

Der Duetto macht den Anfang. Der Rundheck-Spider schuf sozusagen den Spider-Kult. Zwar wurde er nur vier Jahre lang gebaut und seine Zeitgenossen ließen sich nicht hinreißen von der ausgefallenen Form, doch US-Filmregisseur Mike Nichols machte ihn zum Leinwandhelden. In „Die Reifeprüfung“ erhielt ein roter 1600 eine Nebenrolle. Kein geringerer als Dustin Hoffmann saß am Steuer und beide gingen eine unzertrennliche Liaison ein, von den beide heute noch profitieren. Ein Auto, ein Schauspieler, ein Film wurden über Nacht Kult.

Höchster Sitzkomfort

Im ältesten der vier Spider sitzt man am besten. Der Fahrer hat ausreichend Bewegungsfreiheit durch den niedrigen Sitz und die stehenden Pedalen. Leider ging dies bei den nachfolgenden Generationen verloren.
Der Motor des Duetto ist kaum unsportlicher, als sein zehn Jahre jüngerer Nachfolger. Der Fastback hat jedoch 12 PS mehr.
Der Duetto bietet jedem Oldtimer-Fan das entsprechende Fahrfeeling und den kernigen Motorsound.

Die zweite Generation: Der Alfa Spider Fastback

Im Gegensatz zum Duetto wurde der Fastback sofort mit viel Beifall begrüßt, als er 1971 die Straßen erobern durfte. Der Zweiliter-Doppelnocker mit seinen 132 PS (ab 1975 verringerte sich die Leistung auf 125 PS) ist ideal für schnelles Offenfahren und reduziert unnötige Betätigungen des Schalthebels. Man fühlt sich wie auf Wolken getragen, wenn man mit dem Fastback ausfährt.

Die dritte Generation: Gummilippe

Heute wirkt der Spoiler-Spider kultig, doch damals als er 1983 präsentiert wurde, bekam er den unrühmlichen Beinamen „Gummilippe“.

Ab 1986 erhielt er eine Auffrischung und vom Innenraum des Vorgängers blieb kaum noch etwas erhalten. Das Lenkrad im Alfetta-Stil, eine üppige Mittelkonsole und die zentrale Instrumenteneinheit prägten nun das Bild im Innenraum.
Zudem gab es unter der Haube eine Kat-Version mit Bosch-Einspritzung, die es lediglich auf 115 PS schaffte.
Zwar ist diese Generation nicht mehr so knackig, dafür ist sie zum Spritsparer geworden.

Die vierte Generation: neue Nüchternheit

Fünf PS mehr bot die neue Serie, dafür blieb ihr ein einprägsamer Spitzname verwehrt. Doch äußerlich tat sich etwas. Integrierte Stoßflächen an Front und Heck mit dem eleganten Rückleuchtenband gefielen den Zeitgenossen. Außerdem sorgt die Servolenkung heute noch für gesteigerten Fahrkomfort.

Doch insgesamt blieb die vierte Serie zu nüchtern, als dass sie dem Kult der ersten Generation neuen Auftrieb geben konnte.
So kam 1993 das endgültige Aus für den Alfa Spider.
Doch wer nun wirklich der beste Spider von den vier Generationen ist, entscheidet am besten jeder Fahrer für sich.

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